XLSX-Template für den Standard-Import
bim-t Team
Mit dem bim-t Excel-Template können Sie Standards strukturiert, schnell und eigenständig erstellen und anschließend in bim-t importieren. Diese Seite erklärt den Aufbau der Vorlage und zeigt Schritt für Schritt, wie die Inhalte interpretiert werden.
Sie können die Beispielvorlage hier herunterladen und direkt ausprobieren:
Standard_bim-t_XLSX_Vorlage.xlsxGrundaufbau der Excel-Datei
Die Excel-Datei ist in mehrere Sheets gegliedert, die jeweils unterschiedliche Informationen zum Projekt und zu den fachlichen Anforderungen enthalten.
Deckblatt (erstes Sheet)
Das erste Sheet dient als Deckblatt. Es enthält die grundlegenden Projektdaten sowie zentrale Einstellungen, die für die gesamte Excel-Datei gelten.
Unter Projektübersicht können Sie folgende Felder ausfüllen:
- Projektname
- Projektbeschreibung
- Projektstatus
- Version
- Link
Unter Projekteinstellungen ist es wichtig, das Austauschformat festzulegen. Die gewählte IFC-Version gilt anschließend für den gesamten Standard.
Darüber hinaus können Sie:
- Anwendungsfälle inklusive Code definieren
- Fachmodelle auflisten
Im folgenden Screenshot sehen Sie beispielhaft den Aufbau des Deckblatts:

Weitere Sheets (jeweils ein Klassifikationsschema)
Jedes weitere Sheet entspricht genau einem Klassifikationsschema.
Aufbau eines Klassifikationsschemas
Name des Klassifikationsschemas
In der ersten Zeile (Zelle A1) wird der Name des Klassifikationsschemas definiert.
Header / Spaltenstruktur
Die zweite Zeile definiert die Struktur der Daten und besteht aus folgenden Spalten:
- Klassifikationsbedingungen (
H.*) - Name
- Typ
- Beschreibung (optional)
- FeatureType
- Vorbedingungen / Preconditions (
PC.*) - Tags / Codes (optional)
Klassifikationsbedingungen
Die folgenden Spalten sind verpflichtend und müssen vorhanden sein:
H.ELEMENT_CLASSH.ELEMENT_PREDEFINEDTYPEH.ELEMENT_OBJECTTYPE
Diese Felder legen fest, auf welche IFC-Elemente sich die jeweilige Klassifikation bezieht (z. B. Wand, Tür, Stütze).
Zusätzlich können weitere Klassifikationsbedingungen definiert werden. Diese werden in der Form
H.<PropertySet>.<Merkmal> angegeben.
Beispiel:
H.WLset_Material.ElementMainMateriality
Damit können Sie die Klassifikation weiter einschränken, z. B. auf bestimmte Materialien. In den Zellen tragen Sie die erlaubten Werte ein (z. B. Beton, Stahlbeton).
Fehlerhafte oder ungültige Angaben werden beim Import von bim-t entsprechend gemeldet.
Name
Bezeichnung des Elements, z. B. einer Klassifikation, eines Property Sets, eines Merkmals oder eines Werts.
Typ
Mögliche Werte:
KlassifikationProperty SetMerkmalWert
Diese Einträge sind hierarchisch wie folgt aufgebaut:
Klassifikation
└── Property Set
└── Merkmal
└── Wert
Beschreibung
Optionale Beschreibung des jeweiligen Eintrags.
FeatureType
Der FeatureType definiert den Datentyp des Merkmals:
BooleanType/Wahr/Falsch: Boolescher Wert (IFCBOOLEAN)
Erlaubte Werte:TRUE/WAHRFALSE/Falsch
DateTimeType/Zeitpunkt (Datum und Zeit): ISO 8601 DateTime (YYYY-MM-DDThh:mm:ss)DateType/Datum: ISO 8601 Date (YYYY-MM-DD)DurationType/Zeitspanne: ISO 8601 Duration Strings (P[n]Y[n]M[n]DT[n]H[n]M[n]S)LogicalType/Logisch: Logischer Wert (IFCLOGICAL)- Erlaubte Werte:
TRUE/WAHRFALSE/FALSCHUNKNOWN/UNBEKANNT
- Erlaubte Werte:
ReferenceType: Auch ein Textmerkmal generiert, aberIFCREFERENCEStringType/Kennzeichen: Textmerkmal (generiertIFCLABELoderIFCTEXT, abhängig der Länge des Textes)TimeStampType/Zeitstempel: Zeitstempel (IFCTIMESTAMP)TimeType: Zeit: ISO 8601 Time (hh:mm:ss)YearMonthType: ISO 8601 Date (Aber nur mit Jahres-/MonatsangabeYYYY-MM)YearType: ISO 8601 Date (Aber nur mit JahresangabeYYYY)EnumerationType: Enumerationsmerkmal (derzeit nur mit String-Werten), für Textmerkmale, die grundsätzlich nur bestimmte Ausprägungen haben dürfenNumericType: (siehe Numerisches Merkmal)OtherType: Derzeit verwendet für alle Merkmale, die von bim-t noch nicht unterstützt werden. (z.B.IFCBINARY)
Stellen Sie sicher, dass die Zellen möglichst als Text formatiert sind. So vermeiden Sie, dass Excel Werte automatisch umwandelt (als Zahlen, Datumsangaben), was zu unvollständigen Importen führen kann.
Numerisches Merkmal
Numerische Merkmale basieren auf Einheiten aus dem QUDT-Standard.
Eine Übersicht möglicher Einheiten finden Sie hier: QUDT Einheiten (bim-t Übersicht)
Zusätzlich können alle Einheiten aus dem offiziellen QUDT-Standard verwendet werden: QUDT Messgrößen & Einheiten (offizielle Dokumentation)
Die Struktur eines numerischen Merkmals ist wie folgt aufgebaut:
<QuantityKind>.<Einheit>[.<SignRestriction>][.INTEGER]
Optionale Bestandteile:
- SignRestriction (Vorzeichenbeschränkung):
- NONZERO_POSITIVE
- NONZERO_NEGATIVE
- NONZERO
- ZERO_OR_POSITIVE
- ZERO_OR_NEGATIVE
- INTEGER: Gibt an, dass nur ganze Zahlen erlaubt sind.
Beispiel:
Count.COUNT.ZERO_OR_POSITIVE.Integer
Diese Angabe wird dann in bim-t wie folgt interpretiert:
- Messgröße:
COUNT - Einheit:
COUNT - Zeichenbeschränkung:
ZERO_OR_POSITIVE - Nur ganze Zahlen erlaubt
Preconditions (Vorbedingungen)
Mit Preconditions können Sie festlegen, unter welchen zusätzlichen Bedingungen ein Merkmal gelten soll. Sie wirken wie ein Filter und schränken ein, wann eine Anforderung angewendet wird.
Definition über Spalten
Alle Spalten, die mit PC. beginnen, werden automatisch als Vorbedingungen interpretiert.
Die in diesen Spalten eingetragenen Werte beziehen sich jeweils auf das Merkmal derselben Zeile.
Das Format der Spaltenüberschrift lautet:
PC.<PropertySet>.<Merkmal>
Beispiel:
PC.Pset_Material.Material
Damit wird festgelegt, dass sich die Bedingung auf das Merkmal Material im Property Set Pset_Material bezieht.
Wenn statt eines Property Sets ein * verwendet wird, gilt die Bedingung für alle Property Sets mit diesem Merkmal:
PC.*.<Merkmal>
Logik der Preconditions
Innerhalb einer Zelle (ODER-Verknüpfung)
Mehrere Werte innerhalb einer Zelle können mit | getrennt werden. Das entspricht einer ODER-Verknüpfung.
Beispiel:
Stahlbeton | Beton
Die Bedingung ist erfüllt, wenn das Material entweder Stahlbeton oder Beton ist.
Zwischen mehreren PC.-Spalten (UND-Verknüpfung)
Wenn mehrere PC.-Spalten in einer Zeile ausgefüllt sind, werden diese Bedingungen als UND-Verknüpfung kombiniert.
Die Werte in den
PC.-Spalten müssen dem Format des jeweiligen Merkmals entsprechen. Das bedeutet: Der definierte FeatureType (z. B. Enumeration, Boolean, Numeric etc.) wird auch für die Vorbedingungen übernommen. Siehe dazu den Absatz Numerisches Merkmal.
Codes
Über das Template können zusätzlich beliebige Codes pro Anforderung hinterlegt werden.